Netzentwicklungsplan 2.0

energy platform e.V. macht sich für Energiezellen stark

Nürnberg – Zur Erreichung der Ausbauziele der erneuerbaren Energien wird immer wieder der Ausbau der Übertragungsnetze gefordert. Der Verein energy platform e.V. (ep), mit Sitz in Nürnberg, hat sich bereits mehrfach gegen diese Pläne ausgesprochen und erhält in jüngster Zeit von unerwarteter Seite Unterstützung.

Ausdrücklich begrüßt der Verein ep., die von TenneT-Vorstand Lex Hartman angeregte neue Methode der Netzentwicklungsplanung (NEP 2.0).

Aktuelle Planungen führen zu überdimensionierten Übertragungsnetzen

Nach Einschätzung von ep führt die aktuelle Methode heute und in Zukunft zu überdimensionierten Übertragungsnetzen. Hintergrund der aktuellen Diskussionen um den Netzausbau ist der Ausstieg aus der Kohle und der angestrebte Anteil von 65 Prozent des Strombedarfs aus erneuerbaren Energien bis 2030. Werden die Methoden, die der aktuelle Netzentwicklungsplan vorgibt, weiter angewendet, führt das zwangsläufig zu einem zusätzlichen Ausbau der Übertragungsnetze. Dabei hält der Verein bereits die geplanten Ausbauziele der Übertragungsnetzbetreiber für überdimensioniert. Der Verein ep hat in seinem alternativer Szenariorahmen (aSRE), den er im Januar an die Bundesnetzagentur und die Übertragungsnetzbetreiber geschickt hat, klar aufgezeigt: Flexibilisierung und Dezentralisierung brauchen weniger Ausbau des Übertragungsnetzes und führen zu mehr Energiewende.

Energiezellen für mehr Energiewende und breite Akzeptanz

Zu den vielversprechenden Lösungsansätzen zählt nach Einschätzung von ep der regionale Ausbau von Energiezellen, in denen ein Großteil der lokal erzeugten Energie (Strom und Wärme) auch lokal genutzt wird. Energiezellen bieten darüber hinaus die Möglichkeit aus erneuerbaren Energieträgern erzeugte elektrische Energie in synthetische Kraftstoffe (Power-to-X) für Verkehr und Industrie zu verwandeln. Obwohl auf der Ebene der Niedrig- und Mittelspannungsnetze bereits eine gut funktionierende Infrastruktur bereit steht, wird der Fokus des weiteren Netzausbaus lt. ep vor allem dort liege. Zudem ist der Verein der Überzeugung, dass regionale Konzepte, die viele Akteure mit einbeziehen mehr Unterstützer finden.

Sichtweise energy platform e.V. auf Energiezellen

Pressekontakt
energy platform e.V.
Gerhard Spiegel
+49 172 83 70 769
info_AT_energy-platform.de
www.energy-platform.de

Quellen

Zu viel Netzausbau in der Zukunft
NEP 2.0 Netzentwicklungsplanung fit für die Zukunft machen
NEP 2.0 Netzentwicklungsplan für die Zukunft Copenhagen Economics
Netzausbau – neue Statements von TenneT

 

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